Laptop-Etui ~
Diamanten folgen mir
wo immer ich bin
aufgegeben ~
mein japanischer Ahorn
ist am serbeln
lauwarmer Sake ~
in schälchen serviert
am Flohmarkt
morgentau © dawndew
Langeweile galt als chic
Die Zeit fliesst, sie ist ein Kontinuum, sie verfliesst, dabei aber immer in Richtung Zukunft oder, was man weniger gerne hört, in Richtung des eigenen Todes. «Diese Flussmetapher existierte auch im mittelalterlichen Japan. Sie kommt beim Nachdenken über das Leben zum Zug», meint Steineck.
Gleichzeitig gab es aber auch die eher zirkuläre Sichtweise von Zeit, wie sie die Landwirtschaft prägt, die Dinge vergehen, aber sie kommen immer wieder. Unsere Vorstellung von Zeit ist heute oft linear, was sich meist schon in der Sprache zeigt. Auch wie unterschiedlich man Zeit wahrnehmen kann, ist schon immer ein Thema gewesen. Jeder weiss, wie endlos sich die Minuten dehnen können, während gewisse Tage viel zu schnell verfliessen. «In der japanischen Frauenliteratur vergangener Zeit war es beispielsweise häufig ein Thema, dass die Zeit zu langsam zerrinnt, Langeweile war immer präsent», schreibt Steineck.
Dabei hätten diese Frauen nicht wenig zu tun gehabt. Die meisten von ihnen besassen Land und mussten ihren Grundbesitz verwalten. Aber es galt vermutlich als chic, sich als möglichst untätig darzustellen. Genauso wie sich heute viele Menschen wichtig fühlen, wenn sie erzählen können, wie sie von Termin zu Termin hetzen und kaum Zeit für irgendetwas haben. Raji C. Steineck, Japanologe.
http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/wer-die-zeit-vorgibt-ordnet-die-welt/story/30284737
Gleichzeitig gab es aber auch die eher zirkuläre Sichtweise von Zeit, wie sie die Landwirtschaft prägt, die Dinge vergehen, aber sie kommen immer wieder. Unsere Vorstellung von Zeit ist heute oft linear, was sich meist schon in der Sprache zeigt. Auch wie unterschiedlich man Zeit wahrnehmen kann, ist schon immer ein Thema gewesen. Jeder weiss, wie endlos sich die Minuten dehnen können, während gewisse Tage viel zu schnell verfliessen. «In der japanischen Frauenliteratur vergangener Zeit war es beispielsweise häufig ein Thema, dass die Zeit zu langsam zerrinnt, Langeweile war immer präsent», schreibt Steineck.
Dabei hätten diese Frauen nicht wenig zu tun gehabt. Die meisten von ihnen besassen Land und mussten ihren Grundbesitz verwalten. Aber es galt vermutlich als chic, sich als möglichst untätig darzustellen. Genauso wie sich heute viele Menschen wichtig fühlen, wenn sie erzählen können, wie sie von Termin zu Termin hetzen und kaum Zeit für irgendetwas haben. Raji C. Steineck, Japanologe.
http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/wer-die-zeit-vorgibt-ordnet-die-welt/story/30284737

Kommentare
Kommentar veröffentlichen