Der monoton flötende Gesang der Zwergohreule, der in windstillen Frühlingsnächten pausenlos ertönen kann, könnte bei uns bald nicht mehr zu hören sein. Die Erweiterung von Weinbergen, Bautätigkeit und der Rückgang von Grossinsekten entziehen der wärmeliebenden Art die Lebensbedingungen immer mehr. Derzeit gibt es nur noch ein kleines Restvorkommen im Mittelwallis. Die Vögel sind dank ihres rindenfarbigen Gefieders tagsüber kaum zu entdecken und die einzigen Langstreckenzieher unter den einheimischen Eulen.
frühes Erwachen
Flötennote der Zwergohreule
mein erster Kaffee
kugelrunde Augen
der Halbmond wirft sein Licht
auf den Schneehasen
Schrei des Steinkauz
der Halbmond wirft sein Licht
in die Dunkelheit
Der Steinkauz hat bei uns seit Jahrhunderten in unmittelbarer Nachbarschaft des Menschen gelebt, oft als Untermieter in Scheunen und Ruinen. In der bäuerlichen Bevölkerung galt er mit seinen mysteriösen nächtlichen Rufen als «Totenvogel», bei den alten Griechen war er das Sinnbild der Göttin Athene, was im wissenschaftlichen Namen zum Ausdruck kommt. Durch den Rückgang extensiv bewirtschafteter Obstgärten setzte ab den Fünfzigerjahren ein schneller Rückgang ein, und heute sind die kleinen Kobolde grösstenteils verschwunden.



Kommentare
Kommentar veröffentlichen